15.07.2010
13°° Uhr
18/70
Hirnschatten
Mit dem unverbauten Blick in einen sternenklaren Himmel, liegt man auf der Terrasse und tränt in den Realitäten seiner menschlichen Beschränktheit!
Als die Sonne noch am Horizont glühte, so lang verweilt man bereits die Zeit verstreichen lassend liegend am selben Ort... – als die Sonne noch brannte beobachtete man die tollkühnen Flugmanöver der Schwalben in ihrer immer währenden Hatz nach Futter. Wie Pfeile so schnell glitten sie über einen hinweg und wenige Sekunden später flattern sie weit oben um als Punkt weit hinter der Fähigkeit wahrnehmen zu können zu verschwinden. In der Gemeinschaft dennoch jeder für sich in permanent lautstarker Konversation schwerelos fast im Kreislauf des Bestehens. Da liegt man, ist auf der einen Seite froh genau dieses Schauspiel so genießen zu können um auf der anderen Seite schmerzlich feststellen zu müssen wie sehr man im Trott des Lebens gefangen völlig steif geworden ist. Träume liegen weit im Keller der Empfindungen da sie mit den Jahren den Notwendigkeiten weichen mussten. Liegen tief im Gemüt und erobern sich in den Momenten der Ruhe, in denen sich Sehnsucht mit Melancholie paart und als Gefühlsschmerz explodiert, die Macht zurück. Gedankenlos im ständigen Kampf überlebt ein kleiner Vogel mit mehr Inhalt als das dazu ein Mensch je im Stande wäre ihm gleich zu tun. Das alles vergänglich ist und im Hinterkopf monoton die Sekunden ins Bewusstsein krachen, das Leben ist schnell vorbei und eh man sich versieht erbricht man seine Träume auf dem Sterbebett in die Tränen der trauernden Gesichter. Soll das Leben sein?
Ein alt Designer sagte mal, „ warum sollte man sich die Strapazen einer Reise auferlegen, kann man doch im Fernsehen alle Länder bereisen und erfahren „!
Mediale, virtuelle Welt in Zeiten der Rastlosigkeiten und sich jagenden Ereignisse.
In der Verantwortung der Bereitstellung von vorgefertigten Bildern und deren Inhalten wäre man durchaus dazu in der Lage die Rasanz etwas aufzuhalten.
Die trojanische Wolke des Vulkans in unmittelbarer Nähe ist längst verflogen und hat vor ihrer Auflösung in sich selbst einiges an Futter hinterlassen. Jedoch redet keiner mehr von Airbussen und Boing’s die aufgrund einer Aschwolke am Boden bleiben mussten, keiner verliert auch nur noch einen Gedanken daran wie energisch sich diverse Stürme und Wasserkatastrophen Leben und Infrastruktur nahmen. Im schnellen Wandel der Zeit und in der Moderne angekommen springt man mit Aufnahme einer Information sofort zur Nächsten. Als würde man von einem nächtlichen Partyevent zum nächsten hecheln um einfach nur da gewesen zu sein...
Das tragische, das die Aussage des Designers ernst gemeint war und er sie nicht als Phrase unters Volk arrogantierte. In einer Zeit die von sich selbst weniger zulässt um sie zu erleben birgt die virtuelle Maschinerie ein ungeheures Potential. Gäbe es nun am Ruder dieser Arche einen besonnenen Menschen mit Bodenhaftung, der sich dieser enormen Verantwortung bewusst wäre würde das mediale Zahnwerk kaum negativ sein müssen. Im Gegenteil...
Selbst im Sog der finanztechnischen Notwendigkeiten weis man um das all zu schnelle verstricken in das Raster der Lebenslügen und in diesen einmal verfangen
Zurrt sich mit jedem Befreiungsversuch der Strickwust fester um den Hals. Ruhe bewahren scheint ein Witz gerade dann wenn einem die Luft knapper wird...
Sehr schade und durchaus bezeichnend beobachtet man dass an den Straßenrändern die Überreste weltmeisterlichen Heimatstolzes liegen. Es konnten an manchen Autos nicht genug Fahnen sein doch mit dem Ende der Fußball WM scheint auch der lodernde Kurzbrand vaterländischen Stolzes unbemerkt als staubiger Rest auf Irrwegen eines depressiven Volkes zu verrotten. Schnelllebigkeit in absoluter Plakativität für jeden fass und nachvollziehbar.
Die sich mit ihrer Quantität selbst egalisierenden Ereignisse fallen schneller aus dem Bewusstsein als das der Verstand hätte damit etwas anfangen können. Was sich kristallisiert ist eine neue Qualität des oberflächigen Wissens um den Ursprung der Gegebenheiten.
Aus dem Bohrloch sprudelt noch immer frech für den Zweibeiner kostbarer Inhalt ganz zum Leidwesen des Meeres und irgendwie spürt man hier im sonnigen Stötteritz nichts von den verheerenden Auswirkungen dieser Katastrophe. BP krankt bereits am desaströsen Löchlein und wird wohl hernach, dann wenn es endlich geschafft sein wird dem Drang des Öles Einhalt geboten zu haben in den Memoiren als größer Umweltsünder aller Zeiten verewigt sein. Zum Gedeih der bis dahin finanzlogistischen Meisterleistung wird es nachhaltig nicht beitragen und einiges an leidigen Konsequenzen mit sich ziehen...
Im Raffer betrachtet sich dieses Jahr bereits wie ein gefühltes Jahrhundert und summiert man alle Katastrophen der letzten Monate im Vergleich zur Geschichte unseres Erdballes könnte man meinen der Verfall steht kurz vor der Tür. Neuerschaffung bürge in sich Umwandlung des Bestehenden, es ist der Verfall...
Das Hirn pendelt sich schnell auf den herrschenden Puls ein und im Klosett der Geburt seiner Wehmut sammelt sich rasch ein übel riechender Haufen fragwürdiger Erkenntnisse.
Frei zu sein inmitten eines unsichtbaren Stacheldrahthofes der streng überwacht von technischen Augen eines demokratischen Staates im demografischen Wandel wird, ist durchaus schwer doch in seiner Möglichkeit nicht unerreichbar!
Sich Zeit nehmen ist selbst in nicht vorhandener Zeit möglich, da im Wegfall von Bestehenden neues geboren wird und somit auch der Zeit ein Gefallen in seiner Neugeburt getan wird!
Im Streben verklärt sich Leben denn Leben ist gegeben...
In diesem Sinne
Euer Oli
15.06.2010
03:03 Uhr
17/69
Wendehalspedanterie
In einem Gesuch an eine staatliche Behörde wurde über die Notwendigkeit hinweg das Gesuch zu begründen, detaillierter beschrieben um eventuellen Fehleinschätzungen im Vorfeld entgegen zu wirken. Die Behörde lehnte prompt ab und begründete Wiederum die negative Entscheidung mit dem unklaren Zusammenhängen der geschilderten Umstände. Grund dafür war ein Buchstabe in einem Wort, dessen Inhalt sich dadurch nicht veränderte sondern lediglich einem Rechtschreibfehler nach neuer Rechtschreibung darstellte. Kein Scherz sondern bittere Wahrheit in einem Land was wohl andere Probleme deutlich akribischer angehen sollte als durch einen Schreibfehler einem Bürger das Leben zu erschweren. Abgesehen davon hat es deutsche Akribie nun wirklich plastischer nicht darstellen können, zu was sie in den Jahren eines gestärkten Politwesens fähig war.
Nun herrschen wir uns einmal selbst dazu, die geschriebenen Worte unseres Lebens bis zum jüngsten Tag auf eventuelle Fehler zu durchleuchten. Na, fündig geworden?
Abgesehen vom fehlerhaften Schreiben durch die nicht unwesentlich zur Verwirrung beitragenden Rechtschreibreformen, gibt es sicher noch andere Fettnäpfchen des Unvermögens in die gelegentlich getappt wird. Komischer Weise tragen jene, die bis zur Halskrause in Fetttrögen stehen zum allgemeinen Behagen bei - obwohl es nachhaltig keinem bekommt. Wie eingangs beschrieben scheint nun auch SPRUCHEIF-ost zu straucheln im vokabularischen Irrgarten der Reformen und dem ein oder anderen wird im eben gelesenen SPRUCHEIF-ost das fehlende R aufgefallen sein?! Nein?
Letztendlich sei wohl jedem verzeihbar ob er nun engstirnig nach Fehlern sucht oder über den Inhalt der Form weniger Beachtung schenkt. Im Nachhinein sollte sich die Frage gestellt sein was wohl wichtiger ist im gegenseitigen Erreichen!?
Es ist weniger wichtig den vorgegebenen Richtlinien zu entsprechen als vielmehr sie durch Vorsatz mehr und mehr zu durchbrechen. Die Welt ist voller Wissender und den Formen höriger Menschen, das es sehr zum Glück der Mutigen schon ein Gewinn ist in all der Genauigkeit ohne Hintergrund Ungenau mit Hintergrund zu sein...
Wesentliches Erkennen und das für sich oder das allgemeine Ziel nachhaltig rasche Umsetzen war noch immer wichtigstes Kriterium zur Expansion in jeglicher Hinsicht. Nun sei dem Pedanten gesagt, Jenem der meint das ein falsch geschriebenes Wort jeglichen Inhalt mit zu deformieren vermag, das so manch Buchstabenwirrwarr mehr an Inhalt zu vermitteln vermag als jeder noch so richtige Hinweis auf einen Fehler in der Rechtschreibung!
In diesem Sinne
Mut zum Fehler denn diese können nur gemacht werden wenn man etwas tut!
Euer Oli
SPRUCH R EIF- ost
10.06.2010
01:15 Uhr
16/68
Multiples Surrogat
Was wie eine Krankheit klingt ist vielmehr als das, es ist die plastische Beschreibung des normal realen Ist Zustandes! Fremdwortakrobatik ist erlern und somit auch anwendbar durchaus verblüffend aber unter dem Strich meist dann doch nur Blendwerk. All zu oft täuscht man mit schlagkräftigen Floskeln über den tatsächlichen Bestand hinweg um so in Ruhe entweder seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen oder genügend Vorsprung für die bevorstehende Flucht herauszuholen. Keine Frage, Politik ist notwendig in einem Gefüge von Millionen aufeinander hauchender Zweibeiner, die sich im Morast der selbst produzierten Kloake ihres Hochmutes in den Knast der Anderen zurecht wühlen. Scheiße ist das auf gut deutsch und eine Anomalie der sozialen Grundstruktur auf "Besserwisserjargon".
Was noch passieren muss um endlich zu Begreifen fragt man sich nicht ohne Grund, bei den derzeitigen Kapriolen auf dieser schwer keuchenden Kugel. Das da wild irgendwelche Berge heißes Gestein kotzen und mit ihrem Atem die Zivilisation in ihrer Mobilität bedrohen, das Wassermassen Dörfer überschwemmen und hinwegspülen was bewusst eh mit Hang zum Risiko erschaffen wurde ist das Eine und das im finanziellen Krisensog nun in der letzten Instanz, Jenem erneut die viel zu kleine Insel noch mehr abgegraben wird scheint dabei als selbstverständlich gerade den Betreffenden nicht im Ansatz zu stören. In unzähligen, schlechten Filmen hatte man bereits die Chance das in cineastischer Meisterleistung verarbeitete Zombiedasein einer verblödenden Menschheit vorzuschmecken. Jetzt, seit unzähligen Jahren immer schneller voranschreitend - jetzt befindet man sich inmitten eines solchen Horrorendzeittrips doch man sagt das Mensch sich noch an alles gewöhnte...
Nicht Wenige gegen das Volk sondern das Volk gegen Wenige wäre eine Maßnahme!
Im Raffer erkennt man die politische Brillanz, die das eigene Unvermögen durch permanente Umverteilung der Schuldzuweisungen und das infame Anlegen schmerzhafter Daumenpressen an jenen Händen, die infrastrukturelle Grundeigenschaften noch aufrecht zu erhalten wissen, zu kaschieren weis! Wirtschaftskrise und leere Kassen, darüber hinaus Milliardenschulden die aus den gönnerhaften Gesten weniger Führungskräfte resultieren, die sich des finanziellen und erwirtschafteten Eigentums der Menschen bedienen - die trotzend der widrigen Umstände weiterhin dem Produkt Staat Treue beweisen. Da wird bei wachsender Armut in den eigenen Reihen alles daran gesetzt eine Automarke vor dem Aus zu retten, da werden klar korrupte Banken milliardenschwer gestützt ohne das diese für Ihre Verluste an fremden Geld auch nur annähernd bestraft würden. Hilfsgelder fließen in ferne Länder die eine Mehrzahl des eigenen Volkes nie näher als mit dem Finger auf der Landkarte erfahren werden. Im Eurozugzwang werden unvorstellbare Summen in europäische Mitgliedsländer gepumpt während vor Ort am Nachbarn deutlich das Resultat einer ungerechten Verteilung und offenen Korruption auf politischer Ebene immer sichtbarer wird.
Tatsächlich politisieren unsere Führungskräfte, mit ihrem ganzen Gefolge Umstände die banal real jeden Bürger dieses Landes morgendlich auf dem Schichtbrot kleben und ihm im zugeschnürten Hals stecken bleiben. Wiederum die Verlierer des Rüstungswahnsinns nach immer unbedeutender Moderne, stehen ohne eigenen Antrieb in den Schlangen der verwahrlosten Randgruppen um dem zugestandenen Grundbedürfnis empfänglich zu sein. Politisiert und vor allem Polemisiert wird ans Werk des Regierens gegangen ohne dabei die Gründe allen Übels noch wahr zu nehmen. Rette sich wer kann dröhnt zwischen den Zeilen der Debatten aus dem Bundestag und schaut man tatsächlich mal genauer hin und verfolgt dieses Wahnsinn der Parteien unseres Landes verfliegt auch noch jeder Glaube daran hier gut aufgehoben zu sein.
Wieder prangert über unseren Köpfen das Plakat mit der Aufschrift das zwei Schritte oft mehr sind als einer Voraus!
Weg mit den Großmärkten, den Einkaufmeilen vor den Toren unserer Städte. Weg mit dem Überangebot an verfaulenden Produkten und Nein zu täglich frisch importierten Exotischen aller Art um im Luxus sich dies zu leisten schwelgen zu können. Auf Halde stehen tausende von nagelneuen Autos die kein Mensch bezahlen kann. Verschrottet werden voll funktionstüchtige Modelle unter dem Deckmantel „Umweltschutz“ und der Bürger glaubte mit der Abwrackprämie vom Staat etwas geschenkt bekommen zu haben. Stattdessen dümpelt er mit dem neu erworbenen Statussymbol an der Existenzgrenze und zahlt obendrein 5 € für eine Plakette die nichts bewirkt außer dem Staat noch mehr finanziellen Haushalt zu sichern. Milliarden verschwinden in den sporadischen Gesetzesentwürfen die in ständigen Pilotprojekten getestet und dann schnell wieder revidiert werden müssen. Gut, wenn Gesetze bei absoluter Unfunktionalität wieder abgeändert werden aber die verheizten Taler, die dem braven Bürger nach hinten fehlen bekommt man dadurch nicht zurück! Wirtschaftskrise und Klimawandel stellen uns allen das Bein zwischen Tür und Angel aber wo war der Anfang und wo ist das Ende?
Alles nur ein Spiel mit vordefinierten Wegen und klaren Endresultaten von wenigen Wissenden die sich im gemachten Nest der bürgerlichen Dummheit mit den deliziösen Huren aus den Reihen der Sklaven wälzen? Sind wir, das Volk am Ende unserer Weisheiten oder vernichten wir in unserem Selbstbetrug und den daraus resultierenden Ängsten noch jeden Ansatz von Mut und wahrhaftiger Fähigkeit zur Veränderung zum Wohle Aller? Was noch vor Jahren nur dem eingefleischten Interessierten auffiel und klar war, ist heute plastischer nicht darstellbar noch von jedem Hausschwein nachvollziehbar! Wir sind das Volk lieber Leser und wir sind dieses Land, wir sind dieser Staat und wir sind der Erfolg und der Verderb! Wir können nicht länger so tun als wüssten wir nicht, können nicht länger darauf hoffen dass über die Anhöhe ein edler Ritter erscheint und uns in das Glück kämpft. Wir sind der Ritter und wir sind der Schmied unserer aller Leben!
Und überhaupt, da krieg ich Plaque!
Euer Oli
SPRUCHREIF-OST
11.05.2010
20:15 Uhr
15/67
Rückschlag
Kein Kommentar...
SPRUCHREIF-ost
23.04.2010
13:00 Uhr
14/66
"Im Namen des Herrn"
Die Aschewolke ist verflogen, auf Island beruhigt sich, was unter der Oberfläche eh ständig brodelt und eine Bohrinsel versinkt nach lauter Explosion im Meer und hinterlässt einmal mehr katastrophale Auswirkungen. Öl und Gas sprudelt ins Gefüge eines eh schon angeschlagenen Meeres und wird wohl wieder einiges an Natur zerstören. Der Papst schläft bei der Messe ein und Mixa, ein Straftäter von vielen in den Reihen der Kirche bekommt für seinen Rücktritt monatlich 8000,00 € auf das Konto seiner Enthaltsamkeit gezahlt. Steuergelder untertsützen somit wiederholt Straftäter und ihre Taten, so offensichtlich das es kaum glaubhaft scheint.
Aschefahrer Willi wusste seit Jahren das in seinem Haus Familie Geil mit den Nachbarn kleinen Kindern die Jungfräulichkeit nimmt, sie gefügig schlagen um sie dann ordentlich einer nach dem Anderen zu mißbrauchen! Willi säße längst im Knast und die Medien hätten alle Beteiligten noch vor ihrer eigentlichen Strafe gelyncht. Im Rahmen der Barmherzigkeit sind es entschuldbare Vergehen von Menschen die Glauben durch ihren Glauben einem "Etwas" näher zu sein was nur im Glauben existiert! Wie krank sind wir eigentlich um dem größten Lügenkonstrukt noch immer sämtliche Freibriefe einzuräumen?
Gerade in Anbetracht der sich momentan häufenden Ereignisse sollte sich wohl ein jeder Mensch und vor allem Gläubige fragen, welchem Wahnsinn er da hinterher hechelt! Als hätte die
Geschichte nicht schon genug Futter zur Fragwürdigkeit des manischen Glaubens geliefert...
Wir können ihn leider nicht mehr fragen, diesen Jesus Christus und von seinem Vater ganz zu schweigen! Ich würde beiden gern gegenüber stehen wollen um ihnen die Gretchenfrage zu stellen...
Ob Gott der Vater von Jesus, Buddah oder Allah - Gehirngespinste einer sich immer rasanter selbst erübrigenden Menschheit.
Gott predigt Genügsamkeit als eines der größten Tugenden und manifestierte es als Gestetz für einen jeden Gläubigen, so steht es geschrieben. 8000,00 € für einen Geistlichen der sich nachweislich strafbar machte, 8000,00 € monatlich von einem Volk für einen sterblichen Menschen in blutdurchtränkter Verkleidung der sich im Zauber seiner christlichen Herrlichkeit göttlich über die Gestetzmäßigkeiten hinwegzusetzen weis. Abgesehen davon das es ihm gezahlt wird fragt man sich was dieser korrupt pädophile Gottesfürchtige mit der Kohle jeden Monat anfängt? Das sind etliche Leiber Brot und Zentnersäcke an Salz sowie ne Menge Wasser für eine Person...
Ganz große Klasse und Respekt für eine Menschheit die trotzend ihrer Blindheit noch immer keine Anstalten macht schneller zu verrecken als es angebracht wäre.
Man soll nicht übertreiben?
Im Sog der alltäglichen Wahnsinnigkeiten dieses unseren Lebens hat man voll auf zu tun nicht ins Loch zu rutschen bevor biologisch die Zeit des Verschwindens gekommen ist. Einer Maschinerie unterlegen die es einem in der Demokratie schwerer macht sich tatsächlich zu entfalten, da einem die Grundlagen dafür mehr und mehr genommen werden. In einer kapitalistischen Demokratie mit den Grundwerten Wohlstand und Profit ist Mensch als Individuum nur dann tragbar und interessant wenn er der Hatz nach finanzieller Masse gerecht wird. In einem solch alltäglichen Krieg gegen die eigenen Bedürftigkeiten, für die der Anderen und einem Endspurt zur Vernichtung allens was bis dato Ursprung war steht man diesen Perversitäten an Politik und Nächstenliebe sprachlos gegenüber.
Genau da sollte der Ansatz sein, nicht zu schweigen, nicht zu legitimieren sondern endlich wieder den Mut zu haben sich dagegen zu stellen um Schritt für Schritt für jeden einzelnen Menschen die Freiheit seines eigenen Lebens zurück zu erlangen!
Das regt einen schon auf und die halbstündige Sonnenpause auf der Terrasse wird einem in der Hoffnung etwas Beruhigung bringen...
Brauchen wir einen Glauben an eine Gottheit um aus der Scheiße zu kommen oder eher den Glauben an sich selbst und die Tat?
In diesem Sinne
Oli
SPRUCHREIF-ost
17.04.2010
18:00 Uhr
13/65
Der "Trojanische Nebel" ?
Man hätte sich fast vom Glauben überrumpeln lassen, das die monströse Staubwolke mal wieder von einem Auslandsbesuch Westerwelles stammt. Dem ist ja nun durch mediale Berichte das Fundament genommen worden und somit ist Guido unschuldig am desaströsen Zustand der Flugwirtschaft. Die Bilder sprechen ja von einem Vulkan als Urheber aber irgendwie hat man so ein ungutes Gefühl, als könnten auch die Terroristen oder Freunde von Bush dahinter stecken?! In heutiger Zeit ist doch wohl alles möglich und wer weis schon was das internationale, globale Terrornetz an Fähigkeiten und Wissen besitzt...
Gut.
Soll es eben die Naturgewalt selbst sein, die hier eindrucksvoll zeigt wer der Chef auf dieser illustren Kugel ist, auf der soviele Obskuritäten herum laufen.
Ob denn Gevatter "ich wohne in den Wolken" diesen blauen Ball sich als Belustigung schuf um sich permanent in den Dreck zu schmeißen vor lauter Lachen? Manchmal kommt es einem so vor und wenn man Picorel und Luzifer lauschen könnte würde man es sicher wissen! Wie auch immer, Airportchaos und schwindende Reiselust beherrschen die Tage das Bild und eben diese Wolke die mit 35 K/MH über die Staaten der Union schlendert und uns schöne Sonnenuntergänge bescheren soll - laut Experten die da meinen das sich in den Partikeln das Licht der Sonne bräche und herrliche Farbspektren zaubern würde. Man ist gespannt...
...sicher ist das ein Anschlag, vielleicht haben die ja ihren Allah aufgehetzt und er hat sich mit unserem Gott verbündet und jetzt lassen die so während Kuchen und Kaffee Vulkane ausbrechen um uns zu ärgern oder gar bald ganz auszulöschen? Man man man was wäre das für ein Komplott!
Letztendlich hat man gar keine Zeit sich über diese Wolke den Kopf zu zerbrechen, immerhin liegen Drohbriefe von Ämtern auf dem Billigschreibtisch und diese Schreiben sind auch Terrorangriffe, solche die vom Gesetz legitimiert einem nach und nach die Kehle zuschnüren und so langsam verrecken lassen. Das geht komischer Weise und niemand lehnt sichdagegen auf! Vor meinem Briefkasten, vor meiner Haustür stehen keine Polizisten die alles überwachen. Stattdessen rammeln die tagtäglich vor irgenwelche Botschaften um Haha "Abzuschrecken"... Ein Witz ist das, als ob sich Bin Ladens Jünger auf den Weg machen um irgendwelche Botschaften in die Luft zu sprengen wo ein unbedeutenter Sklave auf Höchstniveau vor sich hin schwillt!
Da müssen schon Verhandlungen vorher geführt werden, interne Absprachen - wo man was dem Erdboden gleichmachen sollte um Milliarden für "Anderweitiges" locker machen zu können...
Nein oder, ihr habt doch nicht geglaubt das Osama von sich aus? Der Taliban wegen seinem Glauben? Ihr seit darauf reingefallen?
Lassen wir das mal im Raum stehen, aber diese Wolke...
Ich weis nicht, irgendwas stimmt da doch nicht!?
Oder?
Ein erholsames Wochenende!
Oli
SPRUCHREIF-ost
ImLauf der Vergänglichkeit
14.04.2010
13:45 Uhr
12/65
Erschütternd
Ich weis nicht wie es euch geht, mir kommt es so vor als würde unser Erde etwas zittrig sein in letzter Zeit. Erdbeben da, Stürme und Überschwemmungen dort - man weis ja gar nicht mehr wie das ist ohne ständige, hundertfache Menschenverluste zu leben. Ganz ehrlich, im akuten Fall China beweist sich nun wieder mal unsere Zerbrechlichkeit trotz aller intelligenten Überlegenheit! Ob Haiti oder China, man lehne sich zurück und stelle sich vor genau da zu sein. Dort wo Menschen schreien und dieser schlammig, modrige Geruch sich mischt mit der unsichtbaren Panik und Angst die wie eine Glocke über dieser Region liegt - wo sich im Schlamm und Trümmern hunderte Tote befinden die langsam beginnen zu verwesen. Inmitten von Chaos und Verfall, der Tod schwebt wie ein Schleier in der Luft stellen sich Fragen extenzieller Natur. Was ißt man, woher bekommt man etwas zu essen und wo schläft, wohnt ja überlebt man?
Jeden Tag sterben hundert, tausende Menschen und das ist wohl auch ganz gut so - nicht das die Erde durch Überbevölkerung noch eine Unwucht bekommt und ins Weite des Universums trudelt. Weg von Sonne, Mond und bekannten Sternen ins Nichts der absoluten Unendlichkeit. Weit würden wir ja nicht kommen, explodieren oder einfach nur auseinanderfallen wie ein marodes Bauwerk...
Das mit der Unwucht ist zumindest eine Überlegung wert, schon allein die Vorstellung wieviel Milliarden Tonnen von Rohstoffen wir aus der Erde Pumpten um sie dann über die Luft in Nichts aufzulösen, außer verdreckter Luft und einem großen Loch zum Weltall is nix geblieben. Ein großer Ball, voll mit sämtlichen Spiddel rollt ausgewuchtet ganz normal eben nur mit der Einschränkung das er im Gegensatz zu den anderen schwerer wäre. Nimmt man ein kleines Stückchen aus dem Inneren heraus wird die Veränderung sicher nicht gleich wahrnehmbar sein, eingetreten ist sie dennoch! Entnimmt man nun mehr und mehr sollte sich die Veränderung auch für Den bemerkbar machen, der sonst nicht viel merkt - er bekommt eine Unwucht dieser Ball!!!
Sollte es bei der Erde anders sein?
Und wenn nicht, resultieren daraus unsere zunehmenden Katastrophen?
Bei allem Sterben auf dieser Welt in den abscheulichsten Formen wird man schnell auf den Boden der eigenen Tatsachen, des eigenen verwurschtelten Lebens zurückgeholt, da sich ja die schlimmsten Ereignisse sowieso im eigenen Leben und seiner unmittelbaren Umwelt abspielen. Grins...
Wie dreist manche Menschen sind von denen man bis zum Schluss glaubte, das sie dann doch irgendwo liebens und ehrenwert sind. Es gibt unter Uns zahlreiche Individuen die tatsächlich der Meinung sind für andere Entscheidungen treffen zu können und was es noch viel schlimmer macht, sie glauben es zu müssen! Da macht es einem die Phillosophie des "Leben und leben lassens" manchmal schwer sie einzuhalten...
Genau, wie wir wissen brauchen wir den Anderen um uns selbst verstehen zu können. Aus diesem Grund kann die Wiederwärtigkeit eines Menschen gar nicht groß genug sein, um daran zu wachsen und für sich selbst als simpelsten Baustein wenigstens herausziehen zu können genau so nicht zu werden!
Man kann nur immer wieder betonen, Loyalität und Wertigkeit in sich als Normaliät aufzunehmen sollte erstes Ziel von uns allen sein. Offenheit, Transparenz und Ehrlichkeit stellt uns nicht nur vor klare Realitäten mit denen man etwas anfangen kann, man lebt auch sehr viel ruhiger damit!
Zum Bebenwahnsinn möchte ich abschließend nur noch eines bemerkt haben:
Wir können natürlich Spenden und den betroffenen Ländern und Menschen somit helfen die Not und das Elend zu bewältigen und gar zu verbannen. In unserem Kopf sollte nur ankommen das keine Spende uns nicht zu schlechteren Menschen macht sondern nur der Umgang mit uns Selbst und im Ergebnis somit auch den Anderen!
In größter Not, Armut und Elend haben diese Menschen einen größeren Bezug zu sich selbst und zum Leben als wir uns daran bei uns selbst überhaupt noch erinnern können! Sollte eine Überlegung wert sein...
In diesem Sinne
Schön das wir da sind!
Oli
SPRUCHREIF-ost
31.03.2010
1:00 Uhr
11/64
Tasse Tee?
9 Kräutertee mit Billigbeutel aufgegossen dampft aus der Thomas Phillips Glastasse stehend, auf den herrlich dazupassenden Platzdeckchen von Mc Geiz. Man kann mit so wenig zufrieden sein stellt man so starrend in die Teetasse glotzend fest. Mit tatsächlich so wenig das man sich wahrlich nach dem Sinn der ganzen Plackerei fragt...
Noch immer zeigt das Thermometer 13° C und die Vorfreude, auf sommerliche Abende am See steigt unaufhörlich.
Irgendwie kommt dann doch immer wieder alles auf einmal und auch wenn einem gerade der jämmerliche Versuch normal am Leben zu sein wieder einmal die Kehle zuzuschnüren scheint hat man dennoch in so nah herrlichen Vorraussichten keine Lust sich diesem Leid zu geben.
Hätte man eben in der Schule besser aufgepasst hört man von den Alten wie Posaunen im Ohr scheppern, dann wäre auch etwas aus Einem geworden und tatsächlich zieht man respektvoll den Hut vor all den schlauen Menschen die voll im Safte des modernen Treibens das Euter des geliebten Vaterlandes ordentlich füllen. Müssen sie ja auch denn immerhin hängen an den längst wundgesaugten Zitzen der geplagten Kuh Millionen von Wegelagerern und faulem Gesindel die ihren Ranzen nicht voll genug schlagen können vom kostbaren Gesöff eines sozialen Rindviehs. Ruck zuck sitzt man unter jenen Abschaum, an Welchem hochnäsig mit dem von der Bank gepumpten Nobelkarrösschen vorbeikekurbelt wurde und bemerkt mit der gezogenen Nummer zwischen den Fingern, zum Eintritt ins Gespräch mit dem Talentagent - das man sich im Selbstbetrug von Jenen die nun mit einem an selber Stelle auf dem schmuddelig, orangefarbenen, kippelnden Plastikstühlen im Amt sitzend kaum unterscheidet. Ganz im Gegenteil erfährt der versnobte Pseudowohlstandsignorant vom ungepflegten Bruchzahnmauerer wie es funktioniert so ganz ohne großen Aufwand auch ganz gut klar zu kommen.
Wohl bemerkt mit viel weniger Streß und Aufwand rülpst der ehemalige Schweißer leger am Infoständer lehnend - Hände hebend glaubt der Staat man hätte sich ergeben spricht der Mauerer mit klodeckelgroßen Händen und Hassan, bei dem er sich noch zu geschäftstüchtigen Zeiten immer seinen Knobidöner holte stimmt lachend mit gebrochenem Deutsch und edelster Robe auf den Hartz 4 Leib zu. Hassan schaukelt im Anschluss mit dem alten 7ener BMW, nach dem nun gleich stattfindenden Forderungsgespräch mit dem staunenden Beamten, zurück ins Dönermafiosum um irgendwann gegen September in der Heimat auf der Terrasse seiner Villa zu lümmeln un die Kohle von der Rolle in die wartenden, dankbaren Schlunde seiner Familie zu falten.
Nein, nein keinesweges Ausländerfeindlich!
Ganz im Gegenteil, absoluten Respekt gilt es diesen Menschen zu zollen da so klever sich kaum ein Deutscher im Ausland zu integrieren vermag!
Was wäre Deutschland ohne seine ausländischen Arbeitskräfte?
Als würden die Grenzen nocheinmal geöffnet scheint der deutsche ziellose Nichtsnutz, sich an den Schlangen anzustellen die äußerst lukrative Endergebnisse vorzuweisen haben. Hat man sich dann bis in die letzte Amtstube durchgewartet und sich obendrein zehnmal als Sklaven herunter deklinieren lassen, bekommt man mit der Quittung ein absolutes Nichts zu sein dafür auch noch Geld. Ungeheuer schwer fällt es dem schlauen Deutschen sich bis in den Slip schauen zu lassen um eben dieses relativ geschmeidige Dasein fristen zu können aber man gewöhnt sich schnell und bemerkt das im Dummsein sich so manch kluges Detail versteckt!
Da verfliegt natürlich schnell die Lust an eigenem Schaffen wenn doch mit der absoluten Selbstaufgabe besser zu Haushalten ist, wie im Gegensatz dazu mit einem Vollzeitjob! Bei 40 Stunden in der Woche und mehr im Resultat dennoch auf Billigmärkte fahren zu müssen, im Sammeltransport zum nahen Nachbarn zu hetzen um sich Zigaretten und sonstiges Zeugs lukrativ ins Bewusstsein zu verausgaben...ja wenn nicht in diesem Moment, wann denn dann sollte bemerkt sein ein absoluter Idiot zu sein!
Der Rat des Staates sich doch in die Selbständigkeit zu retten da dies ja auch gefördert wird produzierte millionenfache Erkenntnisse dann doch zu Blöde für die Moderne Zeit zu sein und den Braten natürlich gerochen ganz fix wieder ins Schlängelchen eingereiht vergibt sich der Deutsche nichts mehr dabei, seine Ehre im raschen Zugewinn an Hintergrundwissen und alles an Selbstrespekt beim frustrierten Eutermassageur abzugeben!
Als Gesamtdeutschland noch herabschauend beim Chinesen Billigzigaretten kaufte war keinem klar das dieses Land, aus dem dieser kleine Wicht stammte irgendwann einmal im Gange ist - den Großmächten nach und nach das Wasser abzugraben. Schauen wir uns jetzt einmal global um...
Deutsche Genauigkeit ist weltweit bekannt doch genau diese schon fast manisch perverse Pedanterie wird uns nun wohl Jahr für Jahr mehr zum Verhängnis.
Hand aufs Herz, von wem werden wir seit Jahren regiert?
Wer hat diese Entwicklung gewollt?
Der Tee sickert langsam durch die Schläuche meines Leibes und wie Eingangs bereits kund getan, in der Mäßigung seiner Ansprüche liegt der Garant für eine schnelle relativ sichere Sorglosigkeit die all die Vorteile eines ruhigen Lebens mit im Gepäck hat!
Was wollte ich eigentlich sagen?
Gute Nacht
Oli
SPRUCHREIF-ost
18.03.2010
21:30 Uhr
10/63
Frühling in Leipzig Stötteritz
Wahrhaft, selbst im Lärm des Verkehrs - der sich durch die Umleitung wegen den Bauarbeiten an der Prager Straße verzehntfacht hat und sich nun direkt vor und neben dem Haus an boshaften mobilen Baustellenampelanlagen wie eine Armee nach den Nerven trachtend anstellt, - selbst in diesem Lärm verzückt einem das Meer an Sonnenstrahlen, welche sich durch die noch vom Winterwetter trüben Fenster milchen.
Gefiederte Krakeeler ziehen Tonlinien durch sich erwärmende Luft und erinnern einen an im Vorjahr empfundene Herrlichkeit zu Beginn der warmen Jahrezeiten. Man ist müde und schält sich dennoch unter der vor Hitze fast an sich selbst kollabierenden Federhülle hervor, füßelt nach Hausschuhen die man seit 25 Jahren nicht mehr benutzt und wankt geradewegs zum Fenster um der Umwelt sein zerknautschtes Gesicht zu zeigen.
Tatsächlich bemerkt man überrascht, das eine Dame hinter dem Seitenfenster ihres Renault Megans durchaus in der Lage ist - einem beim überstülpen des viel zu kleinen Gratis Shirts von Gauloises zuzusehen, da man sich unmittelbar an der Scheibe klebend unbeobachtet fühlte.
Was sie wohl denkt, dachte ich mir während sie in der dumpf dröhnenden Kolonne stand und auf einen grünen Befehl wartete.
Der erste wirklich wärmere Tag lockte dann wohl auch jeden Proleten aus dem letzten Hirnrissbau auf die Straße denn soviel an lauter, furchtbarer bum bum bum Musik hörte man wahrlich lange nicht. Grund genug um wiederum nach unten zu blinzeln, jetzt bereits von der noch wüst aussehenden Terrasse mit einem dampfenden Kaffee in der einen und dem Bierwurstbrötchen - zugeklappt in der Anderen Hand. Die Scheiben bis runter bedient sitzen sie so etwas von abartig kaugummikauend, wie aufgezogen hinter ihrem Bolidenlenkrad das es nun wirklich nicht mehr cool aussieht. Blank geputzt spiegelt die Billigsportsonnenbrille das Bremslicht des Vorgängers, der mit zackig legeren Hupen darauf hingewiesen wird das vor etwa einer 1000 endstel die Ampel auf Grün schaltete.
Ein Schauspiel wie in jedem Jahr aber eh schon schwierig das Brötchen nach ewigen zermalmen hinunterzuschlucken, bleibt einem bei diesem Vorbeimarsch an nicht enden wollenden Grotesken dann doch alles im Hals vor Überwältigung stecken. Es scheint tatsächlich von Jahr zu Jahr immer schlimmer zu werden und der geplagte Bürger rüstet merklich immer mehr auf!
Ich wandt mich der Terrasse zu, dem Kunstrasen am Richten verkabelbinderte ich ihn auf das auch noch so große Stürme seiner Arretierung nichts anhaben können. Brachte die Plakate am Geländer an, stellte die Stühle zum Sonnenbaden und beschloß im körperlich bedingten Würgen bei einer neuen Tasse guten Bohnenkaffees das nun Frühling sei!
In mutigen Sprungschritten hechelte ich die hölzerne Wendeltreppe hinauf ins Dachstudio, riss die Gitarre aus dem Halter - dreht den Knopf zur Lautstärkeregelung weit nach rechts und preschte in gewohnt eigener Manier über die Seiten und schwor ins Mikro den Text meiner Lieder zu kennen!
Alles in allem ein positiver Tag und eben der erste Frühlingstag in diesem Jahr!
Nun kann er also kommen der Frühling, der Sommer und all die herrlich entspannenden Abende an einem kleinen verwunschenen See - wie zB dem Wolfswinkel!
Irgendwie vergibt man auch in diesen schön erlebten Momenten jedem noch so argen Feind, das er im eigenen Defizit meint man wäre daran Schuld.
Leben und leben lassen bricht einem da wie selbstverständlich durch den Damm aus angestautem Frust und ergießt sich in ein weites, saftiges Tal voller Egalitäten! Ja, es ist schon in Ordnung hört man ganz laut das Bewusstsein zum Unterbewusstsein sagen und wie in einer Woge von Allem an Wohlgenuss verschmelzen diese beiden Kontrahenten miteinander!
Da fällt mir ein, bei aller Herrlichkeit!
Sollten wir uns gegenüber der erbärmlichen Barmherzigkeit manch christlicher Diener nicht Loyal um Abhilfe kümmern, aus Vorsorge gegen wahrscheinlich neuer , angestauter versauter Sexzwänge unterm blutigen Kreuz Jesu Christi? Vielleicht sammeln um ihnen politisch korrekt Pornostuten zuzuführen die Ihren zwischen den Predigten und Gebeten pulsierenden Geilheitsdämon, den Spermafluss absaugen... - um Ihnen die Qualen des Gelübtes zu nehmen?!
Es ist wohl menschlich seinem ureigenen Drang nachzukommen doch warum schiebt man perverse Kuttenträger nicht auch in einen der berüchtigten Knäste ab, wo sie ebenfalls mindestens Das bekommen was sie anderen antaten?
Wie wohl Sexualstraftäter ohne kirchlicher Zugehörigkeit in Zukunft strafrechtlich verfolgt werden wenn Gottesdiener durch finanzielle Entschädigung und Entschuldigungen mit einem schweigenden Papst (inzwischen spricht er von Reue) reingewaschen werden können!?
Manchmal liebäugelt man sehr mit der Methode Selbstjustitz doch nur zivilisierter Herdendrang, dem man natürlich unterliegt verbietet es einem aber legitmiert somit Schlimmeres!
In diesem Sinne...
Oli
SPRUCHREIF-ost
14.03.2010
16:45 Uhr
9/62
Gibts was zu tun?
Der letzte Schnaps,
war wohl nicht ok...
Mein Schädel brummt,
mir is schlecht!
So oder so ähnlich wie in einem meiner Titel gehts es mir heute. Kopfschmerzen und das obwohl kein einziger Schluck Alkohol über meine Zunge hinunter über den Schlund in den zerschnippelten Magen lief. Ok, es waren dann doch von 17 Uhr am Samstag bis etwa 4 Uhr am Sonntag Morgen ein paar Schluck aus der grünen Flasche mit der nordisch, herben Frische doch sollen diese tatsächlich Grund des Schädelwahnsinns sein? Wohl kaum...
Adalbert Haberbeck feierte seinen 60. Geburtstag und im Rahmen seiner geladenen Gäste die dann hauptsächlich aus seiner fantastischen Familie bestanden und eben nahestehenden Freunden, gestalteten sich die Stunden rundum unterhaltsam und erfüllend. Ein legeres Ambiente förderte die Lockerheit des ganzen Abends welcher völlig ohne nervende Programme im herkömmlichen Sinne auskam. Was statt fand entstand spontan aus der Situation heraus und wie man weis liegt darin die Genialität!
Auf der Bühne standen und saßen Adalbert Haberbeck selbst mit einigen seiner brillianten Lieder, er mit seinem Bruder in einem Duo was absolut Bühnentauglich selbst nach langer gegenseitger musikalischer Abstinenz war. Heribert - der Lehrer verblüffte mit seiner Taktik des Durchhaltens in der Eigenheit seiner doch gewöhnungsbedürftigen Interpretation seiner dennoch hochwertigen Texte, die Enkel versetzten den Jubilar mit ihrem Beitrag zum 60. in erkennbare Rührung und im Duett als Engel und Teufel las ein Pärchen in den Geburtstag hinein dem Geburtstagskind die Leviten.
Selbst mit SPRUCHREIF-ost SOLO, im Gepäck mit Karsten an der Überwachung der Technik und meisterhaft an der Percussion - sowie der Kommune welche sich immer mehr zum Roadie, Manager und eigenem Paparazzi in einer Person mausert, trat man vor ein gemischtes, dankbares Publikum.
Bei all den Lesungen und Aftritten die man bereits absolvierte, eine solche Veranstaltung von, mit und für Freunde hebt sich immer von gebuchten Events gegen Entgeld ab.
Solche privaten Feiern und die dabei entstehende Kommunikation währendessen sowie im Nachhinein, machen nicht selten Mut und geben neuen Schwung für das sich noch immer in den Kinderschuhen befindende Projekt.
Abgesehen von den neuen Eindrücken, Erkenntnissen gebären sich an solchen Abenden oft Ideen und legen sich Grundsteine für neue gemeinsame Projekte!
Stunden die sich völlig vom Alltag abkoppeln und in eine eigene Welt versinken binden ungemein und lassen für die Zukunft neue Wege eröffnen. Wehmutstropfen ist dabei noch immer, das die Stunden gerade in dieser sich selbst neu zu erschaffenden Zeit des Zusammenseins schneller zu vergehen scheinen als im alltäglichen Wahnsinn. Ein sehr schöner Abend der sich in jedem Falle lohnte an ihm in welcher Form auch immer teil zu haben!
Alles Gute noch einmal von hier an Adalbert Haberbeck, heute zum 60. Geburtstag!
Oli
SPRUCHREIF-OST
28.02.2010
2:00 Uhr
8/61
Korrupt?
Da geht er dahin, des Winters liebster Monat und hinterlässt in den Erinnerungen manch weiße Pracht. Prächtig waren auch all die Ereignisse die dem Betroffenen nicht immer nur Gutes brachten aber in das Erdgeschehen mächtig Trubel!
Ob Erdbeben da und Überschwemmung dort, Schneechaos hier und sengende Hitze woanders...
Das Westerwelle ganz mächtig Wellen schlägt bleibt da in all den Ereignissen die weit mehr Gewicht haben nicht unbemerkt. Dieser kleine verzogene Schlingel erdreistet sich doch tatsächlich unter all den Lobbyisten und Polemikern seinen eigenen geistigen Tiefflug durch exorbitande Ausschweifungen zu kaschieren um nach hinten hinaus durch brachiales Fehlverhalten und des dadurch auf sich gezogenen Fokus zum einen von wichtigeren Abzulenken und zum Anderen sich davon wahrscheinlich in der Gunst des Volkes etwas mehr auszumalen.
Man darf gespannt sein wie sich der gebildete Bürger bei den nächsten Wahlen verhält...
Tatsächlich hinter die Kulissen schauen kann man nicht, da es einem wahrscheinlich durch die zu große Ehrlichkeit die einem dann oft als Betrug gewertet wird den Sprung ins korrupte Politikwesen nicht erlaubt.
Korrupt?
Reicht das als Aussage in Anbetracht der vorsätzlich begangenen Taten die Millionen vorerst erleiden und im Abgang auch noch ausbügeln müssen?
Der Kauf einer Daten CD von einem frechen Dealer völlig legitim durch die Medien geschleift um wahrscheinlich noch dem letzten Volksidioten plausibel zu machen, das es sich hierbei um eine dem Staatsgefüge und somit resultierend auch dem Volk dienliche Transaktion handelt. Etwas wundert man sich dann schon in Zeiten der absoluten Hitech Moderne das auf höchsten Level noch mit Daten auf einer CD gehandelt wird!
Es gäbe nicht nur eine Form des Datentransfers der einen Abschluß des Kaufes durchaus einfacher durchführen liese aber die plakative ominöse CD des gewieften Typen lässt sich wohl besser als Hirnwäsche nutzen...
Die heilige CD längst vergilbter Actionstreifen die im Stande alles zu zerstören in letzter Sekunde noch vom heldenhaften Retter der Welt unter Einsatz seines Lebens aufopfernd vernichtet wird! Danke Deutschland für diese gefährliche, gesetzlose Aktion die uns allen ein glückliches Leben bereiten wird.
Das Schafott gehört Dem der glaubt damit Probleme lösen zu können, Jene überführen zu wollen die der Korruption und der Mißwirtschaft einer fettgefressenen Politik entflohen um auch weiterhin am selbst erwirtschafteten ihre Freude haben und auch weiter wirtschaften zu können.
Warum suchten sie denn das Weite und blieben nicht in ihrem Land?
Warum siedeln denn Großkonzerne und immer mehr auch kleinere Unternehmen ihren Sitz im Ausland an?
Heutzutage in Lohn und Brot zu stehen ist kein sozialer Wert mehr, es gleicht eher einem Witz gegenüber der prozentual errechneten Lohnpauschale eines Politkers im Gegenüberstellung des geschaffenen Neuwertes den er uns unterjubeln will wie der Marktschreier dem Pfennigfuchser das übers Verfallsdatum langsam faulende Bioprodukt aus fernem Land!
Dekliniert man die Fehlentscheidungen eines Politikers auf einen einfachen Arbeiter hinunter säße Dieser wahrscheinlich schon geächtet hinter Gitter.
Belächelt wird man als Selbstständiger Kleinunternehmer und ist man einer von denen spürt man die Idiotie einer Politik die dem sozialen Ostblockstaat dem es half die Mauer zu stürzen in nichts nach steht - ganz im Gegenteil!
Die Marktwirtschaft schlägt einem all das fett glänzende Zeug in die Fresse wo es anstatt in unserem Leben anzukommen große, schmerzende Wunden hinterlässt. Wohlstand für Alle und tatsächlich fährt man mit dem Porsche zum Aldi Markt um sich dort Ellbogenstoßend noch die letzte viel zu große Billigjeans aus dem Sonderangebotsramschtisch zu retten, die man dann im noblen Heim mit der stumpfen Papierschere kürzt und mit blutigen Fingerkuppen grauenhaft abnäht.
Schreien tun all jene die sich dann Ägypten und andere All Inklusive Ziele vom Butterbrot absparten und das so laut, das einem kaum die Frage traut ins Bewusstsein zu stolpern ob sie denn da nun wirklich waren!?
Wieviele schmachten dann am heimischen Imbiss oder lungern in mittelmäßiger Gastronomie ihre Stunden der Freiheit ab um da von Studenten bekellnert zu werden die mit dem, was man dafür ausgibt um dem kurzzeitigen Frustkurzgenuss zu frönen dann in den Teil der Welt fliegen von welchem geträumt und geschwärmt wird wie zu tiefsten sozialistischen Zeiten...
Nun, der März lässt auf wärmeres Wetter hoffen und darauf bald dem Frühling Glücksmomente abhaschen zu können. Sommer wird die letzte Pore mit Leichtigkeit anstecken und all den Frust, den man wenn man Ihn hat recht schnell vergessen lassen.
Der Urlaub wird um einiges billiger, da er bereits vor der Tür beginnt und wie in jedem Jahr die neu errungenen Selbstwertigkeiten in gernzenloser Lockerheit und einem schwappenden Zusammengehörigkeitsgefühl an den Stränden angelegter Badelöcher miteinander unter der die Haut vergogelnden Sonne miteinander verschmelzen.
An einem Tag passieren so viele Dinge und wahrlich sollte man nicht als Jammerkloss durch sein einzigstes Leben laufen doch hin und wieder sollte man sich dann doch dazu aufraffen um gezielt dem entgegen zu wirken was einem selbst bereits jetzt an die Existenz der Freiheit will.
Hin und wieder wirklich Hinterfragen als sich nur in Phrasen vermeintlich Wissender beruhigend geläutert zu wissen...
Manchmal trügt der Schein!
Wie wäre es denn wieder einmal mit massiven Protest und einem Demogewaltakt in eine neue Staatsform????
Wir sind doch das Volk, oder?
Knick knack
Gute Nacht und,
schön das es uns gibt!
Oli
SPRUCHREIF-ost
13.02.2010
18:18 Uhr
7/60
Kappenschmelze
Das auf Haiti gerade 200000 Menschen ums Leben kamen spürt man hier gar nicht und so plautzig wie die Nachrichten wie aus dem Nichts darüber begannen zu berichten, hörten sie auch wieder auf über die wenigen Deutschen zu trauern die da wohl auch ums Leben kamen. Tagtäglich sterben Menschen auf ganz natürliche Art und Weise und so ein Erdbeben gehört eben auch zum Naturell unseres Planeten. Hier bei uns im fetten Deutschland sterben auf einem Schlag nicht so viele Leiber aber dafür haben wir unsere Seele schon fast ausgerottet. Hm, was wiegt mehr?
Bei allem Respekt vor dem raschen Spendern ist man dennoch skeptisch ob die Millionen die nun zwischen Haitis Palmen liegen auch tatsächlich dem überlebenden Haitianer in welcher Form auch immer ins noch verbleibende Lebenstäschlein gesteckt werden. Sicher schluckte die Logistik Unmengen an Kohle und all die Helfer sowie wissenden Rhetoriker müssen ja auch irgendwie entlohnt werden. Abwarten und mit dem Schlimmsten rechnen war noch immer lohnend da man nie enttäuscht wurde...so bitter das auch sein mag!
Haiti ist ja nun mit seinen 200 000 Menschen momentaner Spitzenreiter an Verlusten, ganz abgesehen von der bereits vor dem Beben schon sehr maroden und nun völlig zerstörten Infrastruktur doch um Elend bedauern zu müssen und bespenden zu können, muß man nicht die Anstrengung über so große Distanzen absolvieren. Schon der Nachbar gäbe Anstoß genug um seine überaus soziale Ader beweisen zu können...
Gerade jetzt in harten Krisenzeiten wäre enger Zusammenrücken durchaus angebracht aber stattdessen hocken wir weiterhin auf unseren wackligen Thronen und überlassen die Entscheidungen über unser Wohlergehen einer völlig versteiften, versnobten Politik voller Lobbyisten. Das ein Westerwelle, der einem verzogenem Wanst ähnelt der nun durch seine Strebsamkeit einen egoistisch verbalen Samenerguß nach dem Anderen zu verzeichnen hat für ein Volk in die Länder fährt, die nur Wenige aufgrund ihrer finanziellen Beschnittenheit überhaupt sehen werden - in diese Länder fährt und unser Land vertritt schreit zum Himmel. Und wahrlich wie ein nun in die Puppertät gekommener Teenager nach seinen Ferien im Ausland zur Verhaltensgestörten Mutti Angela zurückkehrt um dann windige Großmaulsprüche abzulassen und sich in einer Sicherheit badet die zum kotzen ist.
Wir erleben hier in unserem Land sicher keine Naturkatastrophen die mit jenen wie eben auf Haiti nur im Ansatz vergleichbar wären, aber was wir hier an geistig strukturellen Tornados und Tsunamis in Form von Lug und Betrug zu ertragen haben sucht seinen Vergleich!
Da sind noch nicht einmal die vereiterten Kehlen vom Massenschreien vor 20 Jahren geheilt und schon sitzt wieder ein ganzes Volk auf dem stinkenden Haufen des nächstens Desasters. Selbstverschulden und somit absolut haftbar denn wie dreist soll der Betrug seitens politischer Realtiät noch werden bis ein ganzes Volk endlich begreift genau dem zu unterliegen wenn es nichts dagegen unternimmt!
Ach was gehts mich an sagt man nur all zu schnell aber die Quittung unser aller Desinteresse werden wir auch gemeinsam bekommen - nur jeder für sich einzeln ertragen müssen!
Fast schon wie eine positive Nachricht ereilt einem da nun mit jedem Tag die aalglatte Wetterberichterstattung, die von immer neueren Schnee und weiteren tiefen Temperaturen spricht. In den Staaten absolutes Chaos wie seit Ewigkeiten nicht und selbst in unserem, über das ganze Jahr verteilten seelisch sehr kalten Land trifft der Winter mit absoluter Ausdauer die empfindliche Struktur. Inseln abgeschnitten vom Festland durch zugefrorene Bodden wie seit 1996 nicht mehr da gewesen. Berge von hart gefrorenen Schnee an den Straßenrändern die der Flut an dennoch nicht abreißenden Verkehr das Parken zum Albtraum machen, so wie man es sonst nur aus den Reportagen über Bergregionen kannte.
Kältetode und brachliegende Wirtschaftszweige, Sperrungen der Autobahnen und vorrübergehende Stilllegungen der Flughäfen sowie einzelner Bahnstrecken mit folglichen zürnenden Chaos. Man hat tatsächlich das Gefühl das die Mengen des durch die Klimaerwärmung abtauenden Eises der Pole hier wieder zu dem wird, welcher Bestimmung sie an den schmelzenden Kappen zugedacht waren.
Erderwärmung und Klimawandel...
Der vergangene Sommer war doll und dieser Winter lässt auch nichts zu wünschen übrig und wenn der folgende Sommer wieder ein absolut doller wird sollten wir alle unsere roten, gelben und grünen Plaketten über Ebay an die höchstbietende Partei unseres Landes verkaufen...
Mindestverkaufwert 10,00 € versteht sich von selbst!
Angenehmen Samstag Abend und erholsamen Sonntag noch!
Oli
SPRUCHREIF-ost
11.02.2010
4:30 Uhr
6/59
Kritik
In wie weit kann man mit Ihr umgehen und wann zerstört Sie im Keim rohe Brillianz, dann wenn man meint sie sei das Zünglein an der Wage!?
Der heutige Abend gebar wie so oft Situationen die Hemmungen nahmen und klärend Gesichter bewahrten.Die Musik war in Frau Pulvers kleinem Stübchen unausweichlicher Mittelpunkt des Abends und trug so manch Kontroverse ans Licht was bis dahin mit Abneigungen und Zweifel sowie Mutmaßungen im Keller des eigenen Verständisses lag. Zu analysieren, daraus zu folgern ist noch immer eine leichte Übung doch in dem Gebotenen die Eigenheit zu sehen und akzeptierend zu würdigen fällt noch immer gerade dem größten Kritiker schwer.
Ohne ehrliche Kritik wäre kein Vorhaben wahrlich etwas wert, denn nur durch die Kritik bekommt das Schaffen neben der wohlwollenden Annahme des Dargebotenen eine Berechtigung weil es auffällt und zur Reaktion animiert!
Natürlich wird man immer in seinem Tun eines besseren belehrt werden, darauf hingewiesen was noch verbessert werden könnte oder auch bei ganz überzeugten Kritikern - was in jedem Falle getan werden muß um tatsächlich würdig der offenen Darstellung zu sein. Im individuellen Fall der kritisierenden Person natürlich völlig legitim da es seine ganz eigene Meinung ist doch damit den Grundwert des Schaffens auf diese Aussage zu reduzieren wäre und ist fälschlich!
Situationsbedingte Unstimmigkeiten und dabei spielt die Art und Weise des Dargebotenen keine Rolle, sind durchaus bei Unpässlichkeiten nicht immer dienlich wenn es um die eigene Authenzität geht. Nicht im Einklang mit sich selbst zu sein und dann den Versuch zu starten es den Anderen dennoch zu versuchen plausibel zu machen ist sicher nicht der richtige Weg - und wird so auch von jeden noch so unvoreingenommenen Hörer oder Betrachter wie auch Konsument bemerkt.
Musikschule, Gesangslehre oder auch Schulen zum Erlangen der nötigen Fähigkeit im Bezug auf das eigene Schaffen können sicher Grundlagen schaffen, eine Basis doch in keinem Fall ersetzen sie die Individualität eines Kreativen. Nicht die Exaktheit im Bezug der vordefinierten Gesetzmäßigkeiten fördert Neues sondern die Unvoreingenommenheit in seinem Tun mit dem dazugehörigen Drang auf Umsetzung der kreativ geistigen Ergüsse.
Einen natürlichen Drang zur Darstellung besitzen nicht viele wahrlich aus tiefstem Gefühl, vielmehr möchten immer mehr Menschen Individualisten im sich Öffnen aus Anerkenntnis sein.
Die Waage ist meist schwer zu finden und es wird einem Menschen bei den mannigfaltigen Vorlagen von Art und Weisen und wie sie zu sein haben nicht leicht gemacht, unvoreingenommen zu Urteilen und Kritik zu üben!
Einem unsicheren Kreativen kann man mit unproffessioneller Kritik den Ansatz seiner möglichen Proffessionalität in seinem Tun schon im Ansatz nehmen.
Wiedereinmal gilt es sich selbst ins Gericht zu nehmen um dem vorab für sich selbst gebildeten Urteil die nötige Echtheit nicht in Frage stellen zu können. Eine Kritik kann und ist nur dann eine Hilfe für den Betreffenden und im Nachhinein auch für den kritisierenden Konsumenten selbst, wenn sie frei von Mißgunst und dem Neid aus eigenem Unvermögen ist.
An diesem heutigen geselligen Abend in kleiner Runde konnte man sehr transparent verfolgen, wie aus der Kritik einer Person gegenüber des Akteurs die wachsende Unsicherheit des Kreativen wurde was eindeutig beweist - das die Kritik den Grundbaustein, den ungeschliffenen Diamanten weniger in Betracht zog als Vordergründig die Schwachstellen der Art und Weise des Tuns.
Selbstwertgefühl und Respekt voreinander sind in diesem Spiel ungeheuer wichtig und machen die Wertigkeit der individuellen Bewertung aus.
Was für den Einen durch jahrelanges Präsentieren seines Schaffens völlig legitim und durchaus aufschlußreich ist, kann dem Anderen sich auf den selben Weg anschickenden jede noch so kleine bereits vorhandene Eigenheit und vor allem das Vertrauen in sich nehmen.
Im Beobachten der Kritiken und deren Reaktionen darauf kann man wunderschön die eigene Metamorphose seines Schaffens zurückverfolgen und feststellen - in wie weit man selbst Kritikfähig ist.
Die Erkenntnis mit jeder Kritik mehr an sich selbst zu wachsen ist im Rückblick entscheidend für die Intensität seines Schaffens und des daraus resultierend immer prägnanter sich ausprägenden Selbstwertgefühls und dem Vertrauen in das eigene, ganz individuelle Tun. Nur wer sich der Kritik stellt, wird in der verstreichenden Zeit die Nachhaltigkeiten oder auch Haltlosigkeiten jener Inhalte bewusst werden können!
Jedem Kreativen sei somit von mir an dieser Stelle gesagt, der größte Kritiker und sei er noch so von der Untragbarkeit des Tuns überzeugt - ist eben nur die Reaktion auf das was man bereits geschaffen hat und somit bereits völlig legitim!
Nichts ist klarer als Lob, Kritik oder auch Teilnahmslosigkeit!
In diesem Sinne
Lebt und strebt ohne Scheu die Eigenheit eurer Individualität...
Nichts spricht mehr für sich als Bestandteil der Gedankengänge Anderer zu sein!
Euer Oli
SPRUCHREIF-ost
03.02.2010
19:54 Uhr
5/58
Mittwochabend, den ganzen Tag genoss man auf der einen Seite die seltene Ruhe und auf der anderen Seite kämpfte man mit dem Leib. Frustrationen entstehen aus vielerlei Dingen doch ich würde meinen dass körperlich, schmerzliche Defizite mit die zermürbendsten unter allen sind. Wie dem auch immer sei, die Kugel dreht sich weiter und wir auf ihr ohne nur den Ansatz an Möglichkeit inne zu haben diesen Kreislauf auch nur irgendwie anzuhalten.
Man könnte meinen wir wären dazu im Stande, in Anbetracht der zerstörerischen Fähigkeiten in denen wir unsere Art und Weise alltäglich unter Beweis stellen.
Man gähnt bereits bei wörtlichen Parolen die den wachsenden Klimawandel uns regelrecht ins Bewusstsein zu kotzen versuchen.
Tatsächlich gibt es unaufzählbare Desaster auf diesem unseren Planeten die ohne Zweifel nicht alle durch uns produziert werden, doch jene welche tatsächlich nur wir praktizieren sind bestialischer als noch jede extreme Überlebensstrategie eines sich noch am Leben haltenden Tieres.
Tagtäglich holzen wir in der Größenordnung mehrerer Fußballfelder Wälder ab um in fraglich errungenem Wohlstand über Plasma TV das Sterben selbiger Wälder zu bedauern. An der Theke kaufen wir jenen Fisch der alsbald die längste Zeit in der Geschichte unserer Evolution real vorhanden sein wird. Speisen edel die seltensten Arten umgeben von Pomp und Chic um danach mit Tränen in den Augen steuerlich absetzbare Beträgchen zur Rettung der Welt zu spenden.
Mit jedem neuerlichen Tag werden wir von Kindesbeinen an zu einem verlogenen Individuum erzogen was sich im Selbstbetrug selbst überholt.
Wie eine Verspottung gleicht da die Aufregung über die Finanzflüchtlinge deren Strafbestand jetzt von einem Typen ohne Wertigkeit und Verstand nur zu seinem eigenen Zwecke an eine instabile Politik in Form einer CD verschachert wird.
100 Millionen gegen 2,5 ist doch ein genialer Deal...
Nur schon das der jenige daran dachte sich somit 2,5 Millionen in die eigene Tasche zu spielen bedürfte schon einem finalen Schuss! Ekelhaft aber durchaus als Abziehbild dieser modernen hoch intelligenten Welt nutzbar.
Und natürlich glaubt das vollkommen verblödete Volk das mit der Überführung der Steuersünder sich auch für sie etwas ändert!
Warum flieht denn ein Vermögender ins Ausland mit seiner Kohle und bleibt nicht hier? Warum?
Das in diesem Land dem ehrlichen Bürger noch das letzte Hemd vom dennoch vollgefressenen Leib gezerrt wird, dem irgendwann einmal dann doch Bedürftigen sämtliche Lebensrechte entzogen werden nur weil er in das Ziel einer äußerst verlogenen und dummen Politik gelaufen ist von der er noch immer glaubte sie sei der Garant für den Wohlstand aller und ein unbeschwertes Leben.
Zum Kotzen diese Verlogenheit und animierend zum Töten fast diese unermessliche Dummheit eines dollen stolzen Volkes. Auf was sind wir denn stolz? Auf die Wende? Auf unsere Errungenschaften? Auf unsere Politiker und ja, auf uns selbst? Was sind wir denn im vergleich zu nahen Nachbarn die uns ein so ganz anderes Leben vorleben!?
Solange wir diesem Staat eine solche Politik ermöglichen und voller Neid und Missgunst auf jene schauen die eben klüger waren und sind - braucht kein Einziger auch nur seine Lippen zu bewegen, geschweige seinen deprimierten Hals zu öffnen um seinen Unmut offen darzulegen!
Die verarschen Uns, das Volk und retten sich von Ast zu Ast - von Baum zu Baum die sie immer mehr für sich beanspruchen und uns aus dem Garten unseres Lebens klauen! Hausfriedensbruch ist das und keiner knallt den Eindringling ab! Im Gegenteil, wir machen die Türe zu - hoffen das es vorüber geht und erscheinen erst dann wenn nur die Erdlöcher noch vom Bestand unseres Eigenem zeugen und auch wirklich erst dann beginnen wir zaghaft zu schreien.
Doch nicht dem Räuber schreien wir unseren Unmut hinterher sondern unserem Nachbarn ins Gesicht da er noch verschont blieb...
Krank sind wir und so jämmerlich und ein drittes Mal einfach nur zum Kotzen!
Gebt dem Staat nur seine Berechtigung und lasst es zu diese CD käuflich zu erwerben. Es fällt eh nicht mehr ins Gewicht...
Ich widme mich meiner Tütenkartoffelsuppe und wünsche einen schönen Abend!
Is doch wahr...
SPRUCHREIF-ost
21.01.2010
4:45 Uhr
4/57
Vor mich hin grinsend sitze ich am Rechner und das sich die Mundwinkel nach oben ziehen hat mehrere Gründe. Zum einen schmunzle ich über den Fakt eigentlich gar nicht an die frische Luft gewollt zu haben und es dennoch getan habe. Die Uhr spricht für sich, aus nur mal ganz kurz wurde wieder einmal...doch etwas länger.
Zum zweiten erfreut mich der Fakt heute überhaupt nicht in der Lage gewesen zu sein auch nur im Ansatz Musik zu produzieren, es selbst bemerkt zu haben und darüber nicht traurig gewesen zu sein. Ganz im Gegenteil, man ist Mensch und fehlbar am leben...
Nicht jeder Tag ist wie der Andere und über die skeptischen Verhaltensweisen gegenüber meines Tuns hinweg ergab ich mich diesen Abends so wie immer bereitwillig der Realität eigener Unproduktivität wenn sie dann mal zuschlägt.
Um so mehr Zeit hatte ich um der Konversation mit den anwesenden Gästen zu frönen was ich bei jedem Male als erneute Bereicherung in jeglicher Hinsicht heraustellt.
Ich landete dann doch wieder bei "Frau Pulver" auf der Karli und begegnete illustren Publikum. Heike May trellerte erfrischend zum eigenen Gitarrenspiel und ihre Freundin, eine handfeste original Schnauze mit Beruf in den Reihen der Polizei freute sich sichtlich an ihrer Seite zu sein.
Lockere entspannte Atmosphäre wie man es kennt im gemütlichen Abiente der Hausherrin die sich auch an den Tisch setzte und den Tresen sich als Stillleben überlies.
Unter den Gästen der kleinen Lokalität lies sich noch immer mindestens ein interessanter Mensch finden und neben der live dargebotenen Musik schon genannter Dame traf sich ein Wort mit dem Anderen und das Ohr trug jr-grafik-design.de ins Hirn.
Was man wann wie und aus welchem Grunde machte und das man über die Grenzen zeichnerischer Darstellbarkeit ins geschriebene Wort erst floh um es dann mit der Bleistiftvirtuosität zu verbinden...
Viele Argumente und auch Kontroversen ergaben dann doch Symphatie und rundeten den nächtlichen Reigen ab.
Drittens wurde einem wieder mal bewusst wie gut es ist mit sich selbst unter Jenen die es erst möglich machen auf dem richtigen Weg zu sein. Man ist verschwindend klein in diesem alltäglichen Kosmos aber eben unter dem Strich nicht allein und das ist ungeheuer wichtig zu bemerken!
Einen sinnvollen Schluß überlasse ich dem Leser, ich geh ins Bett...
Gute Nacht euer Oli
SPRUCHREIF-ost
13.01.2010
23:10 Uhr
3/56
Als ich gestern Nacht an auf dem Autohof Könnern hielt um zu tanken und um mir den wohlschmeckenden Kaffee sowie ein frisches mit Fleischsalat belegtes Brötchen schmecken zu lassen, sah ich noch beim Halten an der Zapfsäule das im eigens für die Trucker eingerichteten Raucher/Aufenthaltsraum ganz nebenbei im Plasma TV ein Softporno lief.
Absolut verwirrende Situation...
Nicht der Porno an sich schuf eine groteske Situation sondern der Umstand das in diesem Raum drei Gruppen saßen und sich ganz normal zu unterhalten schienen. Zwei Gesprächspaare saßen an unterschiedlichen Tischen und drei Trucker erzählten für sich, sicher Truckergarn.
7 Menschen teilten sich diesen Raum, darunter zwei junge Frauen und unterhielten sich ohne den Fernseher eines Blickes zu würdigen angeregt. Ein Porno, ja und vielleicht nur ein Softporno aber es interessiert heute keinen Menschen mehr wenn Dieser schon ganz nebenbei in einem öffentlichen, durch große Fenster gut einsehbaren Raum über einen TV mit gestochen scharfen Bild flimmert. Der Ton war im übrigen an...
Abgestumpft sitzen da Menschen unter dem aus dem Fernseher triefenden Gestöhne einer Frau die sich da Hirnlos rammeln lässt und werden nicht einmal mehr verlegen, oder zeigen gar Interesse... Wahnsinn!
Das nur nebenbei...
Es gibt unzählige Raststätten entlang der Autobahnen, Autohöfe die mit LKWs vollgestopft fast aus den Nähten platzen doch nur wirklich wenige bieten einem Reisenden ein vernünftiges Preis Leistungsverhältnis. Natürlich wird man an jedem Checkpoint satt und es ist immer wieder erstaunlich welch rauhe Mengen an wahrlich überteuert Unappetitlichen sich Mensch in seinen Pansen schmeißen kann. Die Fressen wirklich alles die Menschen denkt man sich so und da würgt es einem das Wenige was man gerade hinunterschluckte wieder nach oben wenn man das Treiben beobachtet.
Mensch ißt ganz selten, er frißt ja und selbst das trifft nicht die Art und Weise der Nahrungsaufnahme der man da hautnah Beiwohnen kann.
Hin und wieder halte und hole ich mir ein mir absolut unbekömmliches aber dafür sehr wohl schmeckendes Eis bei Burger King oder Mc Donalds.
Was man da für Studien treiben kann ist unbezahlbar...
Was auf den Raststätten bereits die Grenze des erträglichen überschritt, wird hier um ein vielfaches an Ekel überboten. Rülpsend und Schmatzend, schniefend wie keuchend unter furzender Begleitmusik sabbern sich die meist danach aussehenden Besucher in der Nacht einen Burger nach dem Anderen in ihren Hals. Da wird noch unter Schweißattacken an den zu groß abgebissenen Doppel oder Dreifachwopper mit zwanzig mal Käse und Bakon gekaut aber trotzdem werden da noch ein paar Pommes an der Seite reingeschoben und mit dem Finger nachgeschoben. Diese kleben sich im Ablauf der Orgie um einen Maxitrinkbecher um aus dem Strohhalm der zwischen den Speisebrei gestochen wird zuckersüße, eiskalte Fanta oder Sprite in den überfüllten Mundraum zu saugen. Da ist völlig klar das der Mundwinkel zum schwächsten Glied wird und hin und wieder ein schleimiger Schwapp des zerkleinerten Breis seinen Weg Retour findet.
Völlig egal ob man da nun Fett oder Dünn, Klug oder Doof ist aber selbst der letzte Erdwurm aus den Wäldern des Amazonas hat mehr Etikette, als wir das in Form des intelligenten Wesens im Alltag zelebrieren.
...
Sicher haben die 7 Individuen, da im Truckerraucheraufenthaltsraum dennoch dem wilden Fickgelage im TV gelauscht und des manchen hoch gelunzt - da kann man doch nicht normal reden wenn solch ein Streifen läuft....
Zumindest konnte ich von meinem Stehtisch außerhalb dieses frivolen Stübchens weder dem Verlauf des Filmchens folgen noch irgendwelche auf den Film rückzuschliessende Reaktionen der glorreichen Sieben erkennen. Irre
Weit sind wir mit unserer Intelligenz nicht gekommen wenn man sich die Verhaltensweisen eines jeden Einzelnen anschaut...
Selbst Angela Merkel oder Osama wie auch Obama müssen aufs Klo ja und keiner weis welchen Ritualen oder gar Vorlieben sie frönen. Letztendlich sind wir alle gleich und im Gegensatz zum Tier einfach nur erbärmlich und Ekelhaft...
Es gibt tatsächlich Menschen die goldene Knöpfe am Abbord haben und das Klopapier mit Prägung vom goldeingefassten Porzellanrollenhalter abstreifen um im Ergebnis dann doch nur das vom Ausgang wegzuschrubbeln was von dem Gemampften übrig blieb. Die Reihe der Aufzählungen an Idiotien menschlichen Wahns die absolut Null Effekt oder Nutzen haben ist es nicht wert und wäre zu lang als seine Zeit daran zu vergeuden.
Trotzdem!
Wenn sich ein Gegenüber aufbaut und als überlegene Intelligenzbestie sich schickt dir nach dem Atem zu drohen, sollte man vielleicht einfach über die Situationen seiner tagtäglichen Toilette nachdenken und rasch relativiert sich die Überlegenheit zur Gleichheit im Ursprung!
In diesem Sinne
SPRUCHREIF-ost
07.01.2010
6:15 Uhr
2/55
Diese Ruhe am Morgen, noch bevor sich das Leben schickt der Zeit gerecht zu werden...nur ab und zu weiß wie Staubzucker der Krisel an Schnee flach über die Straße tanzt - nachdem eines der wenigen Autos dumpf vorrüber dröhnte...
Wie ich sie liebe diese Zeit, an dem die Meisten noch schlafen und die Ersten sich aus ihren warmen Betten quälen. Andächtig wie im Standbild die Straßenzüge, Bäume mit weißem Geäst und am Gemüseladen noch kein Treiben. Stiegen werden nachher schräg aufgestellt, frisches Obst feil bieten und schon von weitem mit üpppigen Angebot bunt reizen.
Wie das Obst und Gemüse wohl auf diese Kälte reagiert...
Windstill beginnen viele Morgende, bevor der Sturm des geschäftstüchtigen Tages auch den eisigen Wind mitzubringen scheint.
Der rote Transporter hält wie jeden Morgen vor dem Eckladen, die Backstube beliefert ihre Filialen doch noch ist niemand da...
Der Fahrer telefoniert, ob der Verkäuferin etwas passiert ist oder sie nur ihre Bahn verpasste...das Auto nicht ansprang.?
Bei dieser Kälte nichts außergewöhnliches wie man selbst erst kürzlich erfahren musste.
Immer wieder beginnt der Tag allmorgendlich erst ganz behäbig und verschlafen bevor er immer rasanter an Fahrt gewinnt. Jetzt noch könnte man sich auf diese Straße legen und in den Himmel schauen...sich eine der heute wenigen Schneeflocken auf die Stirn rieseln lassen..., keine Gefahr überfahren zu werden. Eine Stunde später hat man bereits Schwierigkeiten über die Straße zu kommen...immer wieder, jeden Tag der selbe Ablauf!
Wie behütet liegt ein jeder Morgen, noch dunkel scheint der Tag zugedeckt beschützt zu sein. Dann die Nebel aus den Niederungen und sich verziehende Schwaden ins Nichts stärker werdenden Lichtes. Man muß wohl kein Romantiker sein um diese Stimmung zu lieben, sie überhaupt zu bemerken und ganz wichtig - Zeit für sie zu haben, sich zu nehmen...
Beruhigt legt man sich mit den ersten Sonnenstrahlen ins weiche Bett, knotet und wickelt sich in die Decke so - wie man es bereits als Kind schon tat...
Und während nur die Nase noch erkennbar aus diesem Knäuel lugt, legen sich nach und nach die seidenen Tücher der Müdigkeit über das Gesicht, die Augen und den ganzen Körper...wickeln ihn ohne zu beschränken ein und stoßen ihn ab in einen See schwereloser Träume.
Weißer Kiel formt lautlos weiche Bugwellen über deren Rücken Seerosenblätter wiegen. Eine Trauerweide schläft mit ihren Tentakeln im dunklen lauwarmen Wasser an der Oberfläche wie zu einen Teppich gebreitet. Im Schwanenhaus auf der kleinen Insel..., Ruhe.
Ein Fasan schreit aus dem angrenzenden Wald und wenig später flattern Enten mit platschenden Füßen zum Start in den Reigen intakter Natur...
In den Tag hinein zu schlafen bereichert ungemein...
Ein Geschenk, da man mit dem Erwachen des Lärms sich in sich zurück zieht und dann, wenn er sich langsam wieder legt - erwacht man wieder und gibt sich der ruhigen Dunkelheit...
Guten Morgen, gute Nacht...
SPRUCHREIF-ost
04.01.2010
16:50 Uhr / Frühstück
1/54
Natürlich, völlig klar... Warum soll das neue Jahr anders beginnen als das Alte endete!? Der verwirrte junge Mann stand mit Krämpfen auf, schleppte sich zum WC und öffnete den Deckel. Die Entscheidung ob er seinen Kopf drüber hängt oder sich auf die dann doch wieder herunter geklappte Klobrille setzt nahm ihm die Dringlichkeit des zu Verrichtenden. Der Kopf war es und so begann sein Morgen mit einem schmerzhaften Erbrechen bei welchem die Säure die nicht eh schon seit Stunden die Speisröhre maltretierte anscheinend nun erst ihre wahre Kraft zu entwickeln schien. Der Magen mutete gegen das Zwerchfell zu drücken was den ganzen Brustkorb wie benommen kaum ohne Schmerzen ein und ausatmen lies...
Was für ein Morgen und doch wie fast alle...
Die Brötchen liegen frisch aufgebacken zum Verzehr bereit und der Kaffee schlorkte unter herrlichen Duft in die Kanne, steht nun auch bereit um aus feinstem Porzellan getrunken zu werden. In Anbetracht dessen, das der gesamte Körper krampft und dem jungen Mann das Gefühl plagt in seinem Leib würde sich ein Stein befinden der die innen liegenden Narben bis zur Reißgrenze spannt - unter diesen Bedingungen bedarf es einem hohen Maß an Überwindung dann doch das Brötchen zu schneiden um es dann mit Butter zu beschmieren, mit einer dünnen Scheibe Käse belegt in den Mund zu schieben...
Ewiges Kauen schützt dennoch nicht davor, das der so gefertigte Brötchen-Käse-Butterbrei dennoch im Hals stecken bleibt und ein Würgegefühl hervorruft dem nur schwer nicht nachzugeben ist. Der Entschluß einen Kaffee darauf hinterher zu schütten um vielleicht so den Stau im Hals aufzulösen scheiterte schon in der Vergangenheit all zu oft.
Der Kaffee findet seinen Weg, der Brei bleibt wo er ist und jetzt beginnen als Bonus wie immer die stechenden Schmerzen des Magen, Darm Traktes.
Was das sein soll?
Tatsächlich gibt es viele Menschen die sich noch vor dem eigentlichen, ganz normalen Alltag erst um ihre körperlichen Defizite kümmern müssen und dabei ungeheuer an Kraft lassen die kaum noch Energie für anderes übrig lässt. Von hier aus einen Gruß an all jene die trotzend jeden Tag erneut den Kampf gegen die Umstände gewinnen um so am Leben teilhaben zu können...
Dem "Leidlosen" fallen die Umstände nicht auf, die ein Mancher auszuhalten und zu meistern hat!
Manches ändert sich nie!
Nebenbei...
SPRUCHREIF-ost
31.12.2009
2:22 Uhr
53/53
365 Tage hat so ein Jahr, Tage die wie im Fluge vergehen und ist man es sich selbst wert - zieht ein abschließendes Resümee, entdeckt man so einiges was dann doch nicht geschafft wurde. Man hat in jedem Fall wieder etwas dazu gelernt, Erkenntnisse erfahren wie auch so manches Foul.
Einige änderten fast ihr ganzes Leben und andere schlitterten noch tiefer in eine Mühle, die ihnen wohl auch noch das letzte Wohlgefühl zermalmen wird. Jeder ist seines Glückes Schmied und was wie ein Spruch schlimmster Phrase mutet, ist in sich völlig schlüssig und real.
Man ertappt sich all zu oft in Schuldzuweisungen deren Ursprünge immer bei einem selbst liegen, da man in jedem Moment die Zügel seines Lebens selbst in der Hand hält und wenn dies nicht mehr der Fall ist wird man sie irgendwann aus der Hand gegeben haben…
Vorsätze für das neue Jahr?
Das neue Jahr trägt nur eine andere Zahl am Ende und sicher klingt 2010 sehr futuristisch aber lassen wir uns nicht täuschen! Sind wir doch alle in unserem Wesen noch sehr altmodisch…
Die Kleider einer Frau mögen sich mit den Jahrhunderten geändert haben doch die Frau an sich ist in ihrer biologischen Grundvorrausetzung noch immer die Frau geblieben die sie auch schon vor Jahrhunderten war!
Männer grenzt das nicht aus und obwohl wir es stetig mehr verstehen unsere Urtümlichkeit immer besser hinter „Moderne“ zu verstecken, erliegen wir mit uns selbst dann doch dem Gerüst eines Konstruktes absoluten Selbstbetruges.
Keine Frage, das Leben sollte man leben doch entscheidend ist hierbei wohl die Definition was das Leben ist?!
Wir purzelten nackt aus dem Schoße unserer Mütter und nicht jeder von diesen Müttern waren wir willkommen (das nur nebenbei), wuchsen wohl behütet und genährt heran um letztendlich in einen Kampf verwickelt zu werden dem uns nicht als Ursprung gedacht war.
Die Anhäufung sämtlichen Materials zur Zierde und zum Schmuck ohne dabei eine Grundfunktion des Überlebens inne zu haben, ist offensichtlicher wie es kaum sein kann eine Verirrung im intelligenten Quotienten unserer Spezies. Wir toben über Grundwertigkeiten und unabdingbare Notwendigkeiten unseres Daseins hinweg als würden wie sie nicht brauchen. Wir reizen jede Ressource aus und gehen dabei über Leichen und darüber hinaus…
Die Summe all unserer Art und Weisen kann eindeutiger nicht sein, doch je eindeutiger uns die Realitäten erscheinen umso größere Energie wenden wir auf um sie zu übergehen!
Im Laufe der Jahrhunderte wurde uns als Mensch unsere Herkunft zwar immer wichtiger, mit der Erkenntnis jedoch immer intelligenter geworden zu sein erhoben wir uns weit über die metamorphose Möglichkeit ursprünglichen Bestandes hinaus und töteten damit ganze Volksstämme und Spezies auf diesem unseren einzigen Planeten ohne Chance auf Wiederkehr. Das wir uns selbst in einem Anfall blinden Rausches die Grundlage unserer Existenz nehmen spottet allem an vorhandener Groteske.
Im Wahn immer schneller und höher hinaus zu müssen vergessen wir die unabdingbare Grundvoraussetzung der Bodenhaftung.
Im Glauben wahrhaftig Intelligent zu sein, intelligent genug zu sein um mit „Welt“ und „Dasein“ klar zu kommen übertrumpfen wir uns tagtäglich selbst bis in die letzte banale Möglichkeit die wir zu nutzen wissen.
Im Gefüge des Weltraums, im Gefüge unseres Sonnensystems sind wir unwichtig und nicht existent. Trotzend unserer Produktion an biologischer Grundmasse wie auch geistigem Fortschritts, wenn auch nur durch unsere individuelle Existenz die Einfluss auf die Wandlung unseres Planeten hat, haben wir keinen Einfluss auf die Entwicklung planetarischer Abläufe und vorhandener Systeme in den Weiten der Unendlichkeit. Einfluss haben und könnten wir jedoch auch weiterhin auf den humanen Fortbestand unserer vielfältigen Spezies in unserem Lebenshorizont.
Besinnen wir uns nicht, als unwichtiges Glied in den Weiten einer unendlichen Existenz an realem Dasein, auf unsere niedere und von heut auf morgen auslöschbare Einmaligkeit und erkennen nicht das in unserer Urtümlichkeit der Schlüssel zum Überleben liegt, haben wir nicht nur den uns selbst gegebenen Rang als intelligentestes Wesens dieses Planeten verloren sondern auch den Fortbestand allen Lebens auf diesen Planeten in einer luxuriösen Kurzzeitphase im raschen Tod besiegelt.
In einem Jahr scheint viel zu passieren, Menschen werden nach wie vor geboren und sterben. An einem Ort schneller als am Anderen und doch fällt das nicht ins Gewicht.
Vermeintlich unspektakuläre Entscheidungen und Erfindungen verändern nachhaltig und zerstören wichtige Grundkomponenten.
Viele Paare haben sich getrennt, manche im Einverständnis und andere im Streit – wieder Klügere meinten sie müssten sich töten.
Neue Paare fanden sich und so auch das eine Wort das Andere, ein schier unendlicher Kreislauf und wir sind mitten drin.
Der Lauf…
Jeder möchte so intensiv und breit Anteil haben wie möglich an diesem nicht nur für ihn einmaligen Leben doch wie bekommt man das wonach man sich sehnt?
Man kann es sich klauen und damit kurzzeitig froh sein, vielleicht auch bis an sein Lebensende aber glücklich wird man nur mit den Dingen die man für sich selbst geschaffen und erreicht hat. Sich seiner Herkunft und absoluten Integrität eines nur zusammen funktionierenden Gesamtgefüges bewusst zu sein und unter genau dieser Prämisse die Selbstverständlich sein sollte zu leben, macht einen jeden einzelnen Menschen wichtig und nur mit diesem Bewusstsein eines Gemeinschaftsdenkens wird man im Endresultat wahrhaft ausgefüllt, glücklich am Leben sein. Man muss es nur tun…
Schwätzer gibt es wie Sand am Meer, Neider die einem schon das Brot zur Butter nicht gönnen.
Kluge Menschen die schon im Ansatz negieren was der Andere für sich selbst gebar, um es dann doch meist für sich selbst zu nutzen…
Eine unüberschaubare Masse vertreibt sich lediglich die Zeit mit der Analyse der Art und Weisen des Tuns Anderer anstatt auch selbst etwas zu schaffen. Unglückliche und oft einsame Menschen die auf die Verlockung heutiger Zeit hereingefallen in sich brach liegen und sich neu Gebärendes in erster Linie als Angriff sehen. Bremsen jeglicher Art von Kreativität und Neuem…
Auch SPRUCHREIF-ost, ich ein unbedeutender Oli im Gesamtgefüge dieses Daseins begegnete unzähligen Menschen die nur dann zuhörten wenn sie im Glauben waren sie könnten davon profitieren. Schlau könnte man meinen doch dumm im Ansatz wenn man um den Zugewinn eines jeden individuellen Inhaltes in einem jeden noch so banalen Gespräches weis!
Menschen die einem versuchten das Gegenteil von dem was man tat zu suggerieren um selbst nicht beschissener da zu stehen, Menschen die einem die eigene Individualität nicht gönnten da sie ihre längst Anderen gaben.
Man erfährt so viel Schmerzhaftes und davon umso mehr wenn man sich einem breiten Publikum öffnet. Mensch ist berechenbar aber in seiner Art eben auch grausamer als jedes noch so zerstörerisches Unwetter gerade weil er auch den schlimmsten Voraussagungen entsprechen wird.
Ausnahmen bestätigen die Regel und gerade weil diese immer seltener werden erfreut man sich um so mehr dann doch einer zu begegnen und auch als solche anzunehmen, zu akzeptieren!
Loyalität und Wertigkeit, Toleranz und Akzeptanz…
Um sich selbst treu zu bleiben, ungeachtet all der Hinweise und Ratschläge derer die es eh immer besser wissen – muss man sich genau diesem Stellen und jegliche Form der Konfrontation als Zugewinn anerkennen.
Ich bedanke mich bei allen die mir und meinem Projekt unterstützend Hilfe leisteten und leisten, geschaffenes mit Respekt und Loyalität in ihrer Treue behandeln und
jenen die dem Mensch Oliver Sachse
noch immer skeptisch und dem Projekt ablehnend gegenüber stehen. Gerade
jenen die dem Inhalt des Projektes SPRUCHREIF-ost fragwürdig oder gar ohne Kenntnisnahme gegenüber stehen, der meinen Person öffentlich denunzierend begegnen und sie auch deutlich zu
deformieren versuchen gilt besonderer Dank. Jenen die sich bereits eine Meinung von Angesicht zu Angesicht bildeten und es aus eigener Überzeugung offen kundtun gilt Respekt doch allen Anderen
die sich ohne eigenes Urteil einer Meinung anschließen gilt mein vollstes Mitgefühl.
Letztendlich ergeben alle zusammen ein Ganzes und das beschränkt sich zum Glück für uns alle nicht nur in der uns so ergebenen, logischen Naturwissenschaft Mathematik!
Seit Beginn meines Projektes hoffte ich auf ein komplettes Spektrum menschlicher Reaktion durch hervorgerufene Konfrontation.
Was soll ich dem Leser und Gast dieser meiner Seite sagen!?
Überwältigt von soviel Reaktion und der dadurch nötigen Legitimation meines Schaffens, wurde mir in diesem Jahr 2009 viel Kraft und Mut gegeben um nicht Müde zu werden. Jeder immer bestehende Selbstzweifel und jedes noch so hart ausfallende Eigengericht fand in der Nutzung der Homepage, dem Applaus bei den Live Auftritten und in vielen Gesprächen seine Berechtigung in den Resultaten.
Der Slogan SPRUCHREIF-ost, BILD – WORT – TON = AKTION und ganz wichtig „ Gemeinsam sind wir stark“ wird auch 2010 weiter für die Größe werben einen Schritt zurück zu gehen um damit zwei voran zu kommen. Jeder von uns ist einmalig und hat seine Berechtigung unter seines Gleichen im selben Maß!
Jeder kann sich weiter hinauslehnen als es ihm ein Anderer zugesteht, da im Fallen man die Konsequenz wie auch in jeder Art seines Tuns selber tragen wird. Mut zu sich und seinem ganz individuellen Fähigkeiten und Eigenheiten!
Wir sollten es uns wieder Wert sein und sind es unserem Leben schuldig, gemeinsam ist es leichter und schaffen wir das Unmögliche…
SPRUCHREIF-ost
Oli dankt für ein erfolgreiches Jahr 2009
53 Einträge aus dem Jahr 2009 werden im Buch "SPRUCHREIF-ost im Wort" , welches im Jahr 2011 auch mit den Einträgen aus 2010 und 11 erscheinen wird nachzulesen sein.